tag 182

irgendwo im nirgendwo

wer auch immer einmal in seinem leben nach vrå muss, soll nicht verzweifeln. immerhin habe ich es auch geschafft, dort hin zu kommen! das war eine zangengeburt...!

 

alles fing ganz gut an. rechtzeitig (!) beim auto, dann mit zug, zug und bus bis ljungby (in ungefähr 7 stunden)... auf dem computer habe ich bereits die ganze verbindung bis vrå nachgeschaut (eigentlich müsste ich bis annerstad, aber anna hat mir vrå angegeben... wenn das einmal gut kommt...!?). ich stellte fest, dass ich also an einem ort, den ich nicht kenne (ljungby), in 5 minuten auf einen bus wechseln müsste, der mich direkt nach vrå bringen würde. da ich nicht ganz so optimistisch veranlagt bin, habe ich mich für den nächsten anschluss (45 min später) entschieden. das sollte reichen. und by the way; es MUSSTE reichen, da es der letzte bus für den 5. mai ist! (sonst müsste ich wohl irgendwo im wald stecken sammeln gehen, die in den boden rammen, meine immer-noch-nach-kuhstall-"duftende" [von der vorletzten farm] knallorange regenjacke drüber legen und ein nachtlager eröffnen... [es sei denn, anna hätte erbarmen und würde mich im nirgendwo abholen kommen...] ende gut, alles gut - so weit ist es zum glück nicht gekommen ;)

 

ok... in ljungby angekommen, stolperte ich mit meinem immernoch viel zu vielen gepäck (habe 2.5 taschen im mimulus gelassen, da ich in 2-3 wochen wieder zurück gehe. man stelle sich das vor! es sind nicht die kleinen, weissen migros-säcklein, die man, wenn man fürs einkaufen mal wieder eine tasche vergessen hat, mit knapp 2 joghurts füllen kann, und sie dann schon voll sind. nein, es sind die grossen, papierigen! hallelujah sage ich nur! und das muss alles mal wieder nach hause kommen...!) ok, bin schon wieder vom eigentlichen thema weggekommen...

 

ok, wie ich also raus stolperte und meine augen nach busnummern ausschau hielten, bemerkte ich, dass der bus, der 5 min später fährt, der ist, aus dem ich erst heraus gekrochen war... ok, prozeder wieder von vorne. stellte mich wieder an die eingangstür, begrüsste den buschauffeur noch einmal (er musste lachen und wollte mich beinahe nicht mehr wieder einsteigen lassen, da ich ja nur bis ljungby wolle. ich korrigierte [klingt ein bisschen zu "schulisch". mir fällt gerade kein besseres wort ein] und erklärte, ich müsse, wie es scheine in diesen bus noch mal einsteigen und er führe mich dann direkt nach vrå. die antwort fiel anders aus als erwartet! ich müsse in "peters...?" umsteigen. da war ich total confused! nach internet müsste ich nur bei dem bus, der 45 min später fährt umsteigen. und wenn, dann auch nicht "peters...?". ok, natürlich vertraut man dem aufgestellten, netten buschauffeur und liess sich mit einem billigeren ticket (als erwartet) wieder in einen sitz fallen. der motor ging an und wir fuhren immer weiter ins grüne raus. bushaltestellen am rande des waldes, wo weit und breit kein haus steht. "hoffentlich ist dann die "peters...?" haltestelle nicht ebenfalls so abgelegen. was würde ich machen, wenn es dort keinen empfang fürs telefon geben und kein bus mehr kommen würde?!" meldete sich eine unsichere stimme. "hallo landei! ein bisschen mehr courage bitte!"

 

ok... angekommen bei "peters...?". konnte zum glück gleich in den nächsten bus "hüpfen". ich fragte den buschauffer (er war sich der englischen sprache nicht grossartig mächtig und ich der schwedischen leider auch noch immer nicht...) wann wir denn in vrå sein werden. die antwort kurz und bünig: er wisse es auch nicht! toll! nach plan hätte ich in etwa 5 min dort sein müssen. aber mit bus wechseln und allem, konnte ich ja nicht mehr nach meinem ach so guten plan gehen... "nerven nicht verlieren... es kommt schon gut!"

 

nach einiger zeit sah ich noch die 2 letzten haltestellen dieses busses: vråvägen und lidhult. ach du meine güte! beide chauffeure haben wohl gemeint, ich müsse nach vråvägen! oder ist es der gleiche ort wie vrå? ich fragte noch einmal den chauffeur. er wisse es nicht! extrem toll! ok, immerhin stand auf meinem gut verlässlichen plan vom internet, dass ich, wenn ich eben den bus 45 min später (von ljungby aus) nehmen würde, in lidhult umsteigen müsste. zum glück war lidhult die übernächste station. bevor ich nun in lidhult endgültig ausstieg, wendete ich mich ein letztes mal an den buschauffeur (auch wenn es wohl keinen sinn hätte...) plötzlich stürmte eine frau in den bus. sie bekam wind meines problemes und meinte, dass ein bus nach vrå kommen werde. "hier!" (zeigte aber weiter nach drüben). egal! ich gab mich geschlagen, stolperte raus und wartete im häuschen auf den bus, der nun in ungefähr einer halben stunde kommen sollte... wie man es auf dem plan sehen kann: ;)

die zeit war überfällig... und da kam ein kleiner, weisser bus angefahren. war das meine mitfahrgelegenheit? ich fragte den chauffeur, ob denn er nach vrå fahre. er meinte, der richtige bus kämer erst noch... 

 

und siehe da, der bus kam tatsächlich! (richtige nummer, aber anders angeschrieben...!) EGAL!

 

et voilà! tatsächlich erreichte ich schlussendlich mein ziel: vrå (das ca. 15 minuten von lidhult entfernt ist, das aber "niemand" kannte) und nicht etwa vråvägen...!

anna hat mich im nirgendwo abgeholt und zu ihrer farm gebracht... ich komme mir hier wie im film "the secret garden" vor. alles voller blumen und pflanzen im und ums haus...

das haus von anna und sigvard wurde um 1850 gebaut und immer wieder umgebaut. die räume sind toll aufgeteilt und der grosse eingang mit pflanzen, "sitzecke" und stoffvorhängen (die schönen sieht man jetzt gar nicht), gefällt mir sehr! 

 

voilà:

1. bild: eingang

2. bild: rechte seite vom haus (ich liebe dieses halbmondfenster!)

3. bild: hinterseite vom haus (habe es wegen dem winzigen toilettenfensterchen fotografiert ;)

die zufahrt und weiterfahrt:

(wir haben nachbarn, auch wenn man es im nirgendwo nicht gross erwartet ;))

rund ums haus ist eine menge zu entdecken...:

büsche werden an ostern mit federn geschmückt. da also noch ein überbleibsel...

(nb: hier in schweden kennen sie den osterhasen nicht! es gibt ein grosses feuer, das hexen und böse geister vertreiben soll. alle verkleiden sich als hexen... hier ein artikel über ostern in schweden:

 

Ein Osterfeuer, viele bunte Eier und das Zusammensein mit der Familie – wie auch in Deutschland gehören diese Dinge zum schwedischen Ostern. Vieles scheint ähnlich zu sein, allerdings auch einiges anders. In Schweden bringt zum Beispiel nicht der Hase die Eier.Die schwedische Bevölkerung ist zum größten Teil protestantisch und deshalb ist auch das Osterfest ein besonderes Fest in Schweden. Nach dem langen Winter werden zu diesem Anlass endlich wieder die bunten Dekorationsgegenstände hervorgesucht. So schmückt man zum Beispiel Birkenzweige mit bunten Federn. Auch die Eier werden in allen möglichen Farben bemalt. Mit ein bisschen Glück scheint an Ostern die Sonne und man heißt den Frühling willkommen. Das sollte natürlich am Besten im Sommerhaus der Schweden passieren. Meistens ist Ostern der erste Anlass für die Schweden, auf’s Land hinauszufahren.
Das Osterfeuer in Schweden geht auf einen heidnischen Brauch zurück, mit dem man böse Geister und Hexen vertreiben will. Daran schließt auch in eigenen Regionen eine schöne Tradition für Kinder an: Die Kinder verkleiden sich als Hexen und ziehen wie in Deutschland an Halloween oder zu Sankt Martin von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln.
Zu den schwedischen Spezialitäten gehören an Ostern eingelegter Hering, aber natürlich auch Eier. Achja, um noch einmal auf die Eier zu sprechen zu kommen. Der Hase hat hier nichts mit den Eiern zu tun, in Schweden werden die Eier vom Hahn gebracht.
)

und überall findet man gemütliche sitzecken oder sogar einige hängematten!

...und felder:

...und 3 gewächshäuser...

 

ein unglaublich grosses mit zwei schönen sitzgelegenheiten:

oder ein geniales pyramidengewächshaus!!

neben dem haus befindet sich ein kleiner laden mit verschiedenen bioprodukten und gemüse vom hof:

vis à vis vom haus befindet sich der stall der hühner und enten. (sie watschelten und rannten aber auf dem ganzen hof herum ;))

und sogar ein baumhaus haben sie! toll, oder?!:

und wenn man ein wenig vom hof weg geht, erreicht man ein kleines gästehäuschen... (bild 2 ist die toilette ;))

...mit einem blühenden garten:

und wenn man hinter dem haus raus geht, gelangt man in den wald...

 

ich hatte beim rundgang zwei nette begleiterinnen dabei:

die nächste bilderreihe bringt mich immer wieder zum schmunzeln. herrlich, wie die ente daher gewatschelt kam, und die katze ihr nachgeschaut hat, als würde sie sich fragen, wo das federvieh den hin gehe... ;) und guckt euch mal die haltung von kopf und füssen der ente im letzten bild! einfach herrlich! ;)

und wenn ich schon bei den tieren bin...

 

bild 1: der weiss/schwarze hund heisst sabira. (sie wollte ununterbrochen gekrault werden! ich konnte sie gar nicht mehr abwimmeln... ;))

bild 2: sabiras tochter. sie heisst hulda (ich liebe diesen namen ;))

bild 3: eine der 1'000 katzen die es hier hat ;)

abends ging ich mit sigvard, dem farmer, zu den ponies. es war ein sehr schöner tag mit viel sonne...

und die kühe waren "gwungrig", als wir mit unseren farrädern bei ihnen vorbei "flitzten":

schlussendlich legte ich mich hundemüde in mein bett. (bild 1 ist meine aussicht aus dem fenster. das haus, das man da sieht, ist der kleine hofladen...)

esther wollte mich gar nicht erst mein bett machen lassen...! ;)

so! jetzt ändere ich nichts mehr am text! auch keine korrekturen mehr! das internet hier macht mich ganz "hibelig"! bin schon den dritten tag da dran...!

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Kommentare: 1
  • #1

    mam (Mittwoch, 14 Mai 2014 20:52)

    henne schön, die ufnahme, wie erzählsch.....eifach irrsinnig, was fürige wandervogu ir frömdi du bisch! viu guets wünscheni dir im nächste haube jahr! liebi grüess, mam

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